Interview mit Al Nusra-Kommandeur «Die Amerikaner stehen auf unserer Seite»

Interview mit Al Nusra-Kommandeur «Die Amerikaner stehen auf unserer Seite» | Русская весна

Es war die siebte Reise meines Sohnes Frederic und mir in das Bü rgerkriegsland Syrien. 13 Tage waren wir dort. Mit Worten lä sst sich das Ausmaß der Zerstö rungen und des Leids auf beiden Seiten kaum noch beschreiben.

Das Interview haben wir vor zehn Tagen gefü hrt mit einem Kommandeur der Al Kaida-Filiale «Jabhat Al Nusra». Abu Al Ezz berichtet sehr offen ü ber seine Geldgeber Saudi-Arabien, Katar und Kuwait. Wir haben die Identitä t des Mannes genau recherchieren kö nnen und wissen praktisch alles ü ber ihn.

Interview im Steinbruch in Aleppo

Das Interview wurde ü ber einen Rebellen aus Aleppo arrangiert. Ich habe seit Jahren Kontakte zu syrischen Rebellen. Es fand auß erdem in einem Steinbruch in Aleppo in unmittelbarer Sicht-und Schussweite von Jabhat al Nusra statt, den nur ein Mitglied von Al Nusra gefahrlos erreichen konnte.

Seine Kä mpfer waren teilweise nicht maskiert, d.h. leicht identifizierbar. Ein Teil seiner Aussagen wurde darü ber hinaus kurz darauf vom Mufti von Aleppo fast wö rtlich bestä tigt, andere Voraussagen ü ber das Desinteresse der Rebellen an einem Waffenstillstand und an internationalen Hilfskonvois haben sich ebenfalls bestä tigt. Genauso wie seine Vorhersagen ü ber geplante militä rische Aktivitä ten in mehreren Stä dten Syriens.

Hier fand das Interview mit dem Kommandeur statt.
Foto: Frederic Todenhö fer

Abu Al Ezz, Kommandeur, sagte ü ber Jabhat al Nusra (Al Kaida): «Wir sind ein Teil von Al Kaida. Unsere Prinzipien sind: Bekä mpfung der Lasterhaftigkeit, Ehrlichkeit und Sicherheit. Unsere Angelegenheiten und unser Weg haben sich geä ndert. Zum Beispiel gewä hrt uns jetzt Israel Unterstü tzung, da Israel sich im Krieg mit Syrien und mit der Hisbollah befindet.

Auch Amerika hat seine Meinung ü ber uns geä ndert. Eigentlich waren der „IS” und wir eine Gruppe. Aber der „IS” wurde entsprechend den Interessen der groß en Staaten wie etwa Amerika fü r politische Zwecke benutzt. Und von unseren Prinzipien weg gelenkt. Die meisten seiner Fü hrer arbeiten mit Geheimdiensten zusammen, das ist uns klar geworden. Wir, die „Al Nusra-Front”, haben unseren Weg. Sie waren frü her mit uns, sie waren unsere Unterstü tzer.

Unser Ziel ist der Sturz des diktatorischen Regimes, des Tyrannen-Regimes, des Regimes der Abtrü nnigen. Unser Ziel ist auch die Durchfü hrung von Eroberungen, wie sie [der groß e arabische Feldherr] Khaled Ben Al Walid gemacht hat. Erst in der Arabischen Welt und dann in Europa».

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