Europa im Brand

Europa im Brand | Русская весна

Rostislaw Ischtschenko ist ein Analyst und Präsident des Zentrums für die Systemanalyse und -prognose. Noch im Sommer vor dem Maidan hat er den Staatstreich und den Bürgerkrieg in der Ukraine vorausgesagt. Jetzt sagt er einen Bürgerkrieg für die Europa voraus. Warum hat sich Kanzlerin Merkel um Schlaf gebracht, um Minsk zu ermöglichen?

Gescheite, kluge, gebildete Menschen, die die Situation recht realistisch einschätzen, fragen: warum muss Europa verbrennen? Und sie begründen: erstens, warum sollen die Amerikaner ihren engsten Verbündeten anzünden? Zweitens, Europa kann jederzeit einen Rückzieher machen, die richtige Entscheidung treffen, von den USA wegspringen und sich retten.

Scheinbar stimmt es. USA blieben nach Europa keine Verbündeten mehr. EU kann von Niemandem gezwungen werden als Opferlamm wortlos in den Tod zu laufen. Mehr noch, der Besuch von Holland und Merkel in Moskau, dann Minsk, die beunruhigten Stimmen aus Polen (der treueste Wächter der amerikanischen Interessen in der EU), offener Aufstand des Griechenlands und vom latenten in die offene Phase übergehender Aufstand Ungarns – das alles zeigt, dass die EU endlich realisiert (auf der höchsten politischen Ebene), was die Fortsetzung der bedienungslosen Unterstützung der nazistischen Ukraine und des leichtsinnigen Folgens im Fahrwasser der amerikanischen Politik für sie bedeutet.

Ja, sie hat realisiert. Doch spielt in der Politik eine große, oft entscheidende Rolle der Zeitfaktor. Ich war sicher, dass die EU Politik sich schon im letzten Jahr (spätestens September-Oktober) radikal ändern würde, weil aus meiner Sicht die qualifizierten europäischen Politiker die Gefahr nicht übersehen konnten, und das Verhalten der europäischen Geschäftswelt davon zeugte, dass, wenn doch, dass da einer da war, der es ihnen erklärt hätte. Trotzdem hat die EU im Herbst-Winter 2014 und Anfang 2015 die antirussische Rhetorik weiter verschärft und sich immer weiter auf der Seite der USA in den Konflikt reinziehen lassen und sich dadurch die Rettungswege immer weiter abgeschnitten und den Freiraum für das Manöver eingeengt. Ich glaube nicht an die völlige Realitätsferne der europäischen politischen Elite, deswegen habe ich nur eine vernünftige Erklärung für ein solches Benehmen. Nach der jahrzehntelanger Hegemonie der Amerikaner haben sich die europäischen Politiker so an die Alternativlosigkeit der USA-Dominanz gewöhnt, dass sie entgegen der offensichtlichen Tatsachen weiter sicher sind, dass die Amerikaner gewinnen und deswegen sie sich keine Mühe geben müssen.

Stereotypenwechsel geschah erst als die Unvermeidbarkeit der Niederlage der ukrainischen Streitkräfte in der Winterkampagne in Donbass klar wurde. Ich glaube, keiner zweifelt daran, dass die europäischen Politiker nicht sentimental sind und ihnen gleich ist, ob zwei oder zwanzig Tausend Aborigines im Debalzewo-Kessel gefallen sind. Nur ein Ereignis, das die Interessen von Europa bedroht, kann Europa nervös machen und die Führer von Frankreich und Deutschland zwingen halbes Eurasien dem Putin hinterher zu jagen. Das bedeutet, die Niederlage der ukrainischen Armee generierte eine Gefahr der europäischen Katastrophe. Nur in Kiew und nur die realitätsfremden Mediadiener der Nazisten glauben, dass die Kanzlerin und der Präsident alles fallen gelassen haben und einige Tage wenig geschlafen und schlecht gegesssen haben, um irgendeinen Poroschenko zu retten (wer ist es?).

Warum beunruhigt die jetzige Niederlage der ukrainischen Armee die Europa so? Blicken wir ein halbes Jahr zurück. Nach der Vernichtung der südlichen Gruppierung der ukrainischen Streitkräfte in August und dem Unterschreiben der Vereinbarungen im Minsk-1-Format, erzählten die Kiewer Massenmedien und Politiker, auch die höchsten Politiker, ganz offen, dass man nur ein wenig warten soll und dann die ukrainische Armee mit Donbass das selbe macht, was die Kroaten mit der Serbischen Krajina während der Operationen „Blitz“ und „Sturm“ gemacht haben. Es ist klar, dass diese Idee nicht in dem ukrainischen Gehirn entstanden ist, wie sie auch nicht im kroatischen Gehirn entstand. Sowohl die Nazisten von Tudjman als auch die Nazisten von Poroschenko-Jazenjuk-Turtschinow wurden von Amerikanern gesteuert.

Sie haben nicht mal versucht ihre Absichten zu verheimlichen denn es war klar, dass die Weigerung von Kiew gleichberechtigt mit den Führern der Volksrepubliken Donezk und Lugansk in Minsk zu verhandeln, keine andere außer militären Lösung übrig lässt. Eine lange Pause in den aktiven Kampfhandlungen erlaubte der Volkswehr sich zu verstärken und führte die ukrainischen Kräfte zu der Degradierung, deswegen musste man so schnell wie möglich handeln – sofort, sobald die Kampffähigkeit der im Sommer besiegten Einheiten wiederhergestellt ist.

Offensichtlich erwarteten die USA eine passivere Position Russlands und konnten die Europa davon überzeugen, dass noch bis Ende Winter Kiew den Bürgerkrieg gewinnt. Uns allen ist klar, dass der theoretische Sieg von Kiew die geopolitische Situation wesentlich verändert hätte, auch würden sich die Möglichkeiten von Russland deutlich verringern die aktive Außenpolitik zu führen und genauso deutlich würde sich die innere Gefahr für die russische Staatlichkeit erhöhen. Das heißt, wenn die EU vier-fünf Monate gewartet hätte, wäre sie an der Seite des Siegers (ohne große Mühe).

Die Variante mit der Niederlage erschien auch nicht tödlich – wenn die Nazisten den Donbass nicht vollständig hätten bereinigen können, dann hätte sich die Frontlinie etwas mehr oder weniger in eine oder andere Richtung verändert, und danach hätte sich der Positionskrieg fortgesetzt, in dem Donbass einfach deswegen verliert, weil der größere Teil seines Territoriums, darunter fast alle Großstädte fast vollständig beschossen werden kann. Dass die Armee von Donbass eine ernsthafte Offensive starten kann, hat man in Brüssel und Washington nicht geglaubt, höchstens glaubten sie an eine effektive Verteidigung.

Im Prinzip lief es fast einen Monat lang so. Ja, sie konnten die Frontlinie nicht durchbrechen. Ja, der Donezk Flughafen war verloren. Ja, es gab intensive Kämpfe bei Stschastje und Popasnaja, aber insgesamt war alles stabil. Und die EU machte sich keine Sorgen. Genau so lange, bis Uglegorsk eingenommen wurde und die theoretische Möglichkeit der Umkesselung von Debalzewo Gruppierung begann sich rasend in die Realität zu verwandeln. Wir werden noch erfahren, wie viele Panzer, Kanonen, Gefangene die Volkswehr in Debalzewo eingenommen, wie viele Tote Kiew verloren hat. Aus der Sicht der Geopolitik spielt es keine Rolle.

Von Bedeutung ist nur die Tatsache der großflächigen Niederlage der ukrainichen Armee, die die Fähigkeit verloren hat in einer relativ kurzen Zeit die Kampffähigkeit herzustellen.

Jetzt, auch wenn die USA sich eine reelle und nicht nur virtuelle Möglichkeit der Bewaffnung der ukrainischen Armee ausdenken, wird man dafür mindestens ein Jahr und riesige finanzielle Investitionen brauchen. Die USA werden das offensichtlich nicht tun.

Und offensichtlich weiß man es in Europa. Mehr noch, sie wussten das noch bevor die ukrainische Armee am 16-18 Januar die unglückliche Offensive versuchte zu starten. Auffallend schnell reagierten Merkel und Holland auf die noch nicht stattgefundene (nur sich abzeichnende) Niederlage in Debalzewo. Sie haben gar keine Zeit gebraucht um die Position der USA zu erfahren. Sie haben gehandelt während das Bild erst angefangen hat sich abzuzeichnen, schon wissend, welche Konsequenzen das haben wird. Das heißt, Berlin und Paris (selbstverständlich auch Brüssel) waren informiert, dass es der letzte Versuch war Kiew zu retten. Wenn die Offensive scheitert, wird die Situation von den USA freigegeben.

Natürlich wird Washington die kiewer Nazisten nicht als ein verbrecherisches Regime anerkennen und die Unterstützung des gerechten Kampfes des Donbass-Volkes und des Untergrundes auf den von Nazisten okkupierten Territorien verkünden. Sie werden aufhören sie von den inneren Streitigkeiten abzuhalten. Sie werden auch aufhören das Geld zu geben. Aber das Wichtigste ist – es wird ihnen erlaubt frei für die Macht zu kämpfen.

Es ist kein Geheimnis für die USA, dass in diesem Fall nach einer Reihe der immer blutigeren Staatstreiche die Macht an die radikalsten, nazistischsten aller Nazisten übergeht. Dieser Prozess wird durch einen schnellen Verlust der äußeren Legitimisierung der Kiewer Macht und durch die politische Fragmentierung der vom Kiew kontrollierten Territorien begleitet. Aber das ist für den USA im Prinzip akzeptabel. Erstens, führt der Bürgerkrieg vom Somalischen Typ (wenn es zehn und mehr Konfliktseiten gab) zu einer schnellen und effektiven Vernichtung nicht nur der Wirtschaft, sondern auch des Lebensraumes. Das bedeutet, dass Millionen Menschen fast gleichzeitig eine Möglichkeit verlieren sich von einem Territorium, das noch vor Kurzem ihr Staat war und ein ausreichendes Lebensstandard sicherte, zu ernähern.

Zweitens, braucht die Unterstützung solch einen Konfliktes keine großen Investitionen, er erhält sich nicht nur selbst, sondern er wächst, weil in einer Situation, wenn das einzige Produktionsmittel das Maschinengewehr ist, arbeiten alle als Soldaten (und die glücklichen – als Feldkommandeure). Man kann anders nicht überleben. Das heißt, die USA braucht gar kein Geld mehr für die Ukraine.

Drittens, ist so ein Konflikt schwieriger zu löschen, sogar von einer Außenkraft. Es ist nötig nicht nur mit einer einflussreichen Gruppe zu verhandeln, mit der man irgendwie einen gemeinsamen Nenner finden kann, sondern mit einem Dutzend kleiner, dabei oft miteinander kämpfender Gruppen, die ständig verschwinden und neu entstehen. Es ist am schwersten den Partisanenkampf zu unterdrücken, der kein einheitliches Steuerungszentrum besitzt, der unabhängig von einem Versorgungsgebiet ist, der es nicht nötig hat bestimmte Punkte zu verteidigen, sondern wenn nur für das Essen gekämpft wird und für die Waffen, die dieses Essen gewährleisten.

Viertens, während die immer weiter zerfallende Macht an immer radikalere Nazisten übergeht, werden in der Ukraine immer effektiver die Menschen abgeschlachtet, die man Russland-Sympathien verdächtigt. Natürlicher wird es sehr bald egal werden, ob „prorussisch“ oder „proamerikanisch“, es wird nicht nur für Wurst getötet, sondern bald auch schon für das Brot, aber die ersten Schläge (solange noch irgendwelche Organisation existiert) werden gegen die Russen der Ukraine ausgeführt.

Das alles entspricht den Interessen der Amerikaner oder wenigstens widerspricht das nicht diesen Interessen. Die weitere Unterstützung von Poroschenko als einen stabilisierenden Faktor des ukrainischen politischen Lebens beginnt aber mittlerweile den amerikanischen Interessen zu widersprechen.

Erstens, wenn schon die ukrainische Armee allmählich aber recht schnell aufhört als eine organisierte Kraft zu existieren und ihre Wiederherstellung mehr Zeit braucht als man zur Verfügung hat und mehr Ressourcen als es Sinn hat auszugeben, dann braucht man auch keinen Oberkommandierenden und auch keinen Generalstab. Die Feldkommandeure brauchen keinen Stab.

Zweitens, die Situation in der Ukraine verschlechtert sich mit solchem Tempo, dass das Volk schon ein Opfer braucht. Jemand muss sich für das Scheitern der Reformen, für die fehlende Visumsfreiheit mit der EU und Renten und Gehälter „wie in Deutschland“ und sonstiges Gute, was auf Maidan versprochen wurde, verantworten. Wenn Poroschenko den Krieg im Osten gewonnen hätte, dann würde auch Janzenjuk auf diese Rolle passen. Aber Poroschenko hat den Krieg verloren und jetzt leidet der „junge talentierte Reformator“, denn der alte Verräter und Rückständler im Presidentensessel lässt ihn das Land nicht retten.

Drittens, und das ist der wichtigste Faktor, der Poroschenko ein Urteil unterschreibt, die nazistischen Bataillone und die nicht ideologisierten Freiwilligen, die „das Land verteidigten“, die einfachen Wehrpflichtigen, die von den Kriegskommissariaten eingefangen und ins Niemandsland geschickt wurden, wollen nach den Niederlagen an der Front, dem Tod seiner Kameraden und den schamlosen Lügen von Poroschenko, der die Soldaten für seine Ambitionen opferte, sein Blut. Wenn man den Willen des einfachen Volkes ignorieren kann, dann sollte man die Wünsche des bewaffneten Volkes befriedigen.

Das ist alles leicht zu berechnen und in Brüssel sollte das bekannt sein. Deswegen, sobald es klar wurde, dass die nächste militärische Katastrophe unvermeidbar ist, organisierten Paris und Berlin eine merkwürdige Mission. Sie ist merkwürdig, weil, während sie scheinbar die Ukraine unterstützten, sie maximal die Wünsche von Putin befriedigten, maximal Poroschenko erniedrigten und scheinbar nichts erreichten. Sie erreichten nichts, wenn man davon ausgeht, dass sie das Kiewer Regime retten wollten. Aber in Wirklichkeit versuchten sie einen Tausch – ganz schnell Kiew zu verraten (weil sie schon wussten, dass Kiew von USA aufgegeben wurde), um sich auf der Stabilisierung der EU zu konzentrieren.

Jedoch, wie ich schon oben schrieb, spielt in Politik Zeit oft eine Schlüsselrolle. Die Europa hat ihre Chance in Ruhe von den USA zur Seite zu schwimmen letztes Jahr vertan. Sie hatte dafür alle Voraussetzungen:

- wohlwollende Position Russlands (das sogar zu Kompromissen gegenüber EU bereit war, wenn sie sich von den USA entfernt)

- eine Unterstützung der europäischen Geschäftswelt, die keine Lust auf eine Konfrontation mit Russland wegen irgendwelcher ukrainischen Nazisten, sowie des Wunsches der Amerikaner die Welthegemonie zu erhalten hatte;

- neues Europarlament mit mehr Euroskeptiker als vorher und eine bedeutende Erstärkung der Euroskeptiker und Antiamerikanisten in den politischen Kreisen Europas. Ihr Übergang aus dem marginalen Zustand in die echte Politik.

Sie trauten sich nicht. Genau so – sie trauten sich nicht. Sie haben die Möglichkeit gesehen, sind aber daran vorbeigelaufen, weil sie sich der Unverwundbarkeit der amerikanischen Macht sicher waren. Jetzt haben sie keine Zeit für ruhiges Abdriften.

Die Situation in der Ukraine wird noch vor der nächsten Offensive der Volkswehr, die spätestens in Mai, eher früher erwartet wird, außer Kontrolle geraten. Nachdem das Feuer das ganze ukrainische Territorium erfasst, wird die EU keine Mittel haben, wie sie auf die Situation wirken können. Dabei verschärft der Zerfall des ukrainischen Staates die Widersprüche innerhalb der EU.

Der proamerikanische Flügel (Polen und Baltik) werden die „alte Europa“ beschuldigen nicht radikal genug dem Russland zu widerstehen. Dabei werden die USA gezwungen sein, um die europäische Einigkeit zu erhalten, genauer gesagt, die Einigkeit der EU unter der Kontrolle von Washington, die Aufstände in Griechenland, Ungarn und wo sie noch entflammen können, zu unterdrücken.

Die traditionelle Art sie zu unterdrücken – die orange Revolution gegen die zentrale Macht, wobei jede nächste in immer nazistischerem Format durchgeführt wird. Wenn man die Persönlichkeiten der Führer von Griechenland und Ungarn (sowie die ukrainischen Erfahrungen) berücksichtigt, gibt es keine Zweifel daran, dass die auf die Straßen in Athen und Budapest gehenden „friedlichen Nazisten“ mit Gewalt von der Polizei unterdrückt werden. Die USA verstehen das auch. Das heisst, die Ereignisse müssen vom Anfang an nach einem Gewaltszenario des militärischen Kampfes laufen, und das bedeutet – Bürgerkrieg.

Jetzt kann die Europa nur eine schnell Wendung zum Russland retten. Aber das ist eine ausschließlich theoretische Möglichkeit. Die europäischen Politiker haben längst die Fähigkeit verloren das Ruder schnell umzureissen. Die europäischen Strukturen hängen in endlosen Abstimmungen und Konsultationen. Es gibt keinen Führer, der die Verantwortung für eine Entscheidung hätte übernehmen können, und wenn es so einen gäbe – es gibt in der EU keine Verfassungsmechanismen, die so einem Führer erlauben solche Entscheidung zu realisieren.

Die Europa versucht krampfhaft den status quo in der Ukraine so lange wie möglich zu erhalten, um noch einen Umbau zu schaffen. Aber das System ist längst außer Kontrolle und es ist nicht mehr möglich es zu halten. Zumal die Systemstabilität nicht in den Interessen der USA und der Kiewer Nazisten ist. Ich bin nicht mal sicher, dass die USA in ein Paar Monaten selbst noch die Kontrollmechanismen in der Hand haben werden. Auf diese Weise, während sie die Situation in der Ukraine verschlafen haben während sie sich sicher war, dass sich alles zu ihrem Gunsten entscheidet ohne, dass sie sich Mühe geben muss, hat die Europa die Möglichkeiten der Einflussnahme auf diese Situation genau dann verloren, wenn die Entwicklung ihr unmittelbares Wohlbefinden bedroht.

Jetzt hat die EU keine Zeit mehr auf das langsame politische Abdriften und für die schnellen radikalen Entscheidungen hat sie keine Mechanismen.

Die USA sind nicht daran interessiert, dass die Europa außer ihre Kontrolle gerät und die Situation in der Ukraine erhöht die Bedeutung solcher Politiker wie Orban und Tsipras. Die USA haben keine anderen Einflussmechanismen auf solche Politiker außer Kauf, Erpressung und Machtumsturz. Der letzte Mechanismus ist der häufigste.

Unter Berücksichtigung der Bereitschaft der Regierungen sich zu verteidigen, müssen die Machtumstürze von Anfang an einen harten gewalttätigen und blutigen Charakter annehmen, und das ist die Übertragung des Bürgerkrieges auf das Territorium der EU – und das ist so auch schon instabil.

Das alles lässt mich glauben, dass die Möglichkeiten der politischen Mechanismen zur Vorbeugung der europäischen Katastrophe schon erschöpft seien und es gibt einfach keine Zeit, um neue zu erschaffen. Europa kann nur durch ein Wunder geretettet werden. In den letzten Jahren spezialisiert sich Putin auf Wunder in der Politik. Aber Europa hat keinen eigenen Putin, und sie weigert sich die Dienste des Russlands anzunehmen.

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