Ukraine: Massenflucht von Reservisten – Keine Lust auf Bruderkrieg

Ukraine: Massenflucht von Reservisten – Keine Lust auf Bruderkrieg | Русская весна

Bis auf die politische Führung und die radikalisierten Bevölkerungsteile hat in der Ukraine offenbar kaum jemand Interesse an diesem Krieg, der mit Gesprächsbereitschaft über eine Föderalisierung des Landes und etwas Kompromissbereitschaft von Anfang an hätte verhindert werden können. Trotz der Taktik, die in den letzten Monaten zu Tausenden gefallenen Soldaten und Milizionäre gerne als "vermisst" zu melden, um die Bevölkerung nicht zu verschrecken und die Moral der Truppen zu heben, wissen die Menschen durchaus Bescheid, was los ist.

Als nun die Administration in Kiew die umfangreiche Mobilmachung von Reservisten verkündete, um noch Zehntausende von jungen Männern in diesem unsäglichen Bruderkrieg zu verheizen, setzte eine zunehmende Flucht der Reservisten ein. Doch wegen der Flucht vieler Ukrainer vor der Mobilmachung hat Präsident Poroschenko die Regierung angewiesen, die Ausreisebedingungen für einberufene Männer zu verschärfen. Zudem soll die Führung in Kiew die Rotation der Einheiten im Donbass verbessern, damit wohl möglichst viele der Einberufenen Kampferfahrung erhalten. Nun dürfte die Regierung festlegen, wie lange die Soldaten an der Front gegen ihre Landsleute kämpfen sollen.

Vor wenigen Tagen begann Kiew damit, rund 100.000 Reservisten zu bewaffnen und als Kanonenfutter in den Krieg zu schicken. Seitdem sind wohl schon Tausende der Einberufenen ins Ausland geflüchtet. Viele davon nach Russland, welches die Aufenthaltsbestimmungen für die Kriegsdienstverweigerer deutlich verbesserte. Das Nachbarland Polen hingegen verweigerte den Männern einen regulären Aufenthaltsstatus, da dessen Regierung die Politik Kiews – trotz derer Verehrung für den Massenmörder Stepan Bandera, der auch für den Tod tausender Polen verantwortlich ist – bedingungslos unterstützt.

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